08/05/2026 0 Kommentare
Sonntag Rogate - Betet!
Sonntag Rogate - Betet!
# Neuigkeiten 2026

Sonntag Rogate - Betet!
Angedacht zum Wochenende - Sonntag Rogate

Gemeindepädagoge Daniel Seyfried
Eine Familie macht sich auf den Weg in den Urlaub. Eine lange Autofahrt steht bevor. Das Auto ist gepackt und endlich geht es los. Als das Fahrzeug die Einfahrt verlassen hat, ertönt von der Rückbank: „Papa, lass uns noch beten!“ Es zeigt, dass es den Kindern auf der Rückbank ein Anliegen ist, Gott um Bewahrung für die Tour zu bitten. Wie schön, wenn solche festen Rituale das Gebetsleben bestimmen und im Alltag Anklang finden.
Die Kinder fordern hier zum Beten auf und zeigen damit eindrucksvoll, worum es beim Beten geht: Nämlich Gott in den Alltag zu holen, mit ihm zu reden und ihm sagen, was uns bewegt und beschäftigt. Dabei spielen der Ort und die Zeit keine Rolle. Wir sind vielmehr eingeladen, alles, was wir im Augenblick erleben, empfinden und denken, zu Gott zu bringen.
Der morgige Sonntag trägt den Namen Rogate, das heißt „Betet“! Es ist schön, einen Sonntag zu haben, bei dem es um das Beten geht. Denn zugegeben, manchmal ist unser Alltag so vollgepackt mit Terminen, dass wir uns zum Beten einfach keine Zeit mehr nehmen. Vielleicht fühlen wir uns manchmal auch so ohnmächtig, bei den ganzen Hiobsbotschaften, die uns Tag für Tag erreichen, dass wir vergessen, Gott unsere Anliegen mitzuteilen. Oder wir übersehen zuweilen, was wir alles aus Gottes Hand nehmen dürfen. Möglicherweise haben wir eine Erfahrung gemacht, die uns fragen lässt: „Was soll das Beten schon bringen?“ Es gibt Statistiken, die besagen, dass das Beten an Relevanz verliert und die Gebetspraktiken abnehmen. „Betet!“ – ist der Aufruf, mit Gott zu reden. Indem wir Gott unsere Anliegen mitteilen, holen wir ihn in unser Leben. Stellen wir uns doch mal vor wie es wäre, wenn wir auf die ganzen Nachrichten und Meldungen, die uns täglich erreichen, mit einem Gebet reagieren. Vielleicht sollten wir es mal versuchen. Ich bin sicher, wir werden dabei spannende Erfahrungen mit Gott machen und erleben, wie sich Dinge verändern.
Im Beten sind wir aber auch mit vielen anderen Menschen verbunden. Denn einerseits können wir gemeinsam Gebete sprechen. Und anderseits bete ich nicht nur für mich, sondern nehme andere Personen mit ins Gebet, weil sie mir wichtig sind oder weil mich ihr Schicksal nicht kalt lässt. Jesus selbst motiviert die Menschen immer wieder zum Beten und hat es selbst vorgemacht. Und auch Paulus hat die Gemeinden daran erinnert, im Beten nicht müde zu werden: „Lasst euch durch nichts vom Gebet abbringen!“ (1.Thess 5,17 NGÜ).
Quelle: Westfalenpost Samstag 09.05.2026
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