Ganz viele große und kleine Menschen trafen sich jetzt im Wald über Bad Berleburg, um sich gemeinsam über den neuen Standort der Senfkorn-Waldkindergarten-Gruppe zu freuen.

Offizieller Dank der Kirchengemeinde Bad Berleburg beim Waldkindergarten

Der Umzug von der Hochstraße an den Sengelsberg hat in erster Linie und vor allem den Mädchen und Jungen von der Evangelischen Kindertageseinrichtung „Senfkorn“ in Bad Berleburg einen schönen, neuen, praktischen Kindergarten beschert, aber nicht nur. Außerdem sind nämlich die Kinder von der Kita selbst und von deren ausgelagerter Waldkindergarten-Gruppe dichter zusammengerückt. Die Freiluft-Gruppe ist im Sommer aus Wemlighausen in den Wald oberhalb der neuen Kita gezogen. In einer halben Stunde können sie jetzt einander besuchen. Jedenfalls, wenn man bergrunter läuft. Berghoch kann es auch eine Dreiviertelstunde dauern. Zwar sind die Waldentdecker - so der Name der Gruppe - neuerdings deutlich dichter dran am Mutterhaus, aber bei einem plötzlich auftretenden Unwetter immer noch zu weit weg. Deshalb haben die 14 Mädchen und Jungen von zwei bis sechs Jahren mit ihren Erzieherinnen Imke Bald und Inge Brüggemann ganz in der Nähe ein Dach überm Kopf für Notfälle.

Als Dank für den Einsatz der Wittgenstein-Berleburg‘schen Rentkammer für den Senfkorn-Waldkindergarten bekamen ihre Vertreter Geschenke aus der Einrichtung.
Förster Karlheinz Paul erhält eine Aufmerksamkeit
ebenso Achim Fischer
Dem offiziellen Teil mit einem Dank von Evangelischer Kirchengemeinde Bad Berleburg an Rentkammer und Schützenverein schloss sich noch ein gemütliches Beisammensein bei den Waldentdeckern der Kita „Senfkorn“ an.

Und so nutzte Claudia Latzel-Binder als Pfarrerin der Evangelischen Kirchengemeinde Bad Berleburg, die die Trägergemeinde des Kindergartens ist, jetzt eine kleine Feierstunde im Wald, um sich vor allem bei zwei Berleburger Institutionen zu bedanken: zum einen bei der Wittgenstein-Berleburg‘schen Rentkammer, zum anderen beim Berleburger Schützenverein. Wie schon am alten Standort oberhalb vom Abenteuerdorf Wittgenstein in Wemlighausen hat die Rentkammer auch an der neuen Stelle wieder einen Platz für die Waldentdecker vorbereitet und ein waches Auge darauf: Wann immer eine schiefe Birke der Einrichtung Probleme bereite, sei die Rentkammer zur Stelle. Claudia Latzel-Binders Dank dafür ging nicht nur an Forstdirektor Johannes Röhl, sondern auch an die beiden Förster Achim Fischer und Karlheinz Paul. Es gab auch Geschenke, etwa einen Kalender mit selbstgemalten Wisent-Bildern. Den Dank für die Unterschlupf-Möglichkeit bei Unwetter nahm der dritte Vorsitzende vom Berleburger Schützenverein, Günther Strack, entgegen, denn auf dem Schützenplatz-Gelände gibt es jetzt diesen Zufluchtsort für den Notfall.

Wer mit ganzem Körpereinsatz singt, der muss dabei auch schon mal in die Hocke gehen. Auch die Senfkorn-Waldentdecker.

Für alle Besucher sangen die Waldentdecker zum Dank sehr schön und mit ganzem Körpereinsatz, doch Claudia Latzel-Binder hatte noch mehr Worte des Danks: für das Abenteuerdorf Wittgenstein, das den Senfkorn-Waldentdeckern rund drei Jahre einen Zufluchtsort in Wemlighausen gewährt hatte, für die Stadt Bad Berleburg, für den Kreis Siegen-Wittgenstein, für die Kirchenkreis-Verwaltung in Siegen, mit all denen die Zusammenarbeit so problemlos laufe, für die Senfkorn-Erzieherinnen im Mutterhaus und noch mehr in der Freiluft-Gruppe und bei den Eltern der Waldkinder. Generell sei ja das Engagement der Mütter und Väter in den kirchlichen Kindergärten hoch, beim Waldkindergarten erlebe das jedoch nochmal eine andere Dimension. In Vertretung von Senfkorn-Leiterin Ute Gatzemeier unterstrich deren Stellvertreterin Claudia Dickel, wie sehr man sich auch im Mutterhaus der Waldkindergarten-Gruppe darüber freue, dass man jetzt dichter zusammengerückt sei.

Seit gut drei Jahren besteht die Berleburger Freiluft-Gruppe mittlerweile, deshalb gibt es auch bereits interessante Langzeit-Erfahrungen. Claudia Latzel-Binder wusste bei der kleinen Zusammenkunft im Wald davon zu berichten, dass die Waldentdecker generell seltener krank seien und aus den Grundschulen höre sie, dass die Mädchen und Jungen aus der Waldkindergarten-Gruppe in der Schule sehr konzentriert arbeiteten. Zum kompletten Glück fehlt den Waldentdeckern jetzt am neuen Standort nur noch eines: ein zweiter Bauwagen für den Waldkindergarten.