Foto: Kirchenkreis

Odebornskirche Schüllar-Wemlighausen

Obwohl es schon lange zuvor Belege für christliches Leben in Schüllar und Wemlighausen gab, wurde erst Ende des 19. Jahrhunderts hier eine Kapellengemeinde als Teil der Kirchengemeinde Berleburg gegründet. 1907 wurde eine neue Odebornskirche eingeweiht - nicht zu verwechseln mit der alten, die Jahrhunderte zuvor gebaut wurde und an die heute noch ein Gedenkstein unterhalb des Berleburger Krankenhauses erinnert.

Bei der Einweihung war die fürstliche Familie vor Ort, diverse Ausstattungstücke wurden von ihr gestiftet: der Altar, das Taufbecken und die Fenster. Auf einem Fenster finden sich neben dem Namen des Stifters auch das Wappen der Familie zu Sayn-Wittgenstein und der Sinnspruch von Ludwig, dem Älteren, der 1532 auf dem Schloss Wittgenstein geboren wurde. Der Graf hatte in Leuven, Paris und Orléans studiert und Malta genauso wie Rom und England bereist. Sein Leitspruch steht auf Lateinisch am oberen Bogens des Fensters: Simulatum nullum diuturnum. Auf Deutsch: Was vorgetäuscht ist, wird keinen Bestand haben.

Auf den gut 65 Quadratkilometern gehören zu der Kirchengemeinde Bad Berleburg die gleichnamige Kernstadt sowie die beiden Ortschaften Schüllar und Wemlighausen. Sie zählt insgesamt gut 4300 Gemeindeglieder (Stand Dezember 2013).

In der Mitte das von Fürst Richard zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg gestiftete Fenster mit dem fürstlichen Wappen.
Die Orgel der Odebornskirche wurde im Jahre 2005 von der Firma Noeske neu erbaut.
Blick in den Altarraum.

 

 

Glockengeläut der Odebornskirche

Die Aufnahme wurden uns freundlicherweise vom dem Campanologen Sebastian Schritt zur Verfügung gestellt.

Aufnahmedatum: 29. September 2016