Evangelischer Kindergarten Senfkorn

Am Sengelsberg 25

57319 Bad Berleburg

 

Leiterin: Ute Gatzemeier

Telefon 02751/3741


Tatia Nadareischwili (links) zeigte den Kindern in der Evangelischen Kita „Senfkorn“ in Bad Berleburg, wie man eine schlafende Fledermaus zeichnet und half dann den Kindern auch beim Malen.
Stolz freuten sich die Kinder in der Kita „Senfkorn“ der Evangelischen Kirchengemeinde Bad Berleburg über den Literaturpflasterstein, den sie nach der Lesung mit Tatia Nadareischwili als Geschenk für die Einrichtung erhielten.

Literaturpflaster in Berleburger Kitas

Bad Berleburg. Pferde im Schlafanzug? Wo gibt’s denn sowas? Vergangene Woche in der AWo-Kindertagesstätte Berghausen, dem Raumländer Familienzentrum „Blauland“ sowie den Evangelischen Kindergärten „Senfkorn“ in Bad Berleburg und „Zwergenland“ in Girkhausen. Sie waren nämlich Teil des Literaturpflasters. Dabei geht es in diesem Jahr ums Frankfurter-Buchmessen-Gastland „Georgien“. In jeweils einstündigen Veranstaltungen stellte Schriftstellerin und Illustratorin Tatia Nadareischwili den jungen Zuhörern ihr Kinderbuch „Schlaf gut“ vor. Mit großen Bildern und einem bisschen Text. Den aber gleich zweimal, sowohl auf Deutsch in unseren bekannten und deshalb ein bisschen langweiligen lateinischen Buchstaben, außerdem noch auf Georgisch mit den kunstvoll geschwungenen Lettern der dortigen Alphabetschrift Mchedruli in ihren 33 Buchstaben.

Ein Junge liegt im Bett, kann nicht einschlafen und geht deshalb spazieren. Dabei trifft er auch auf Enten und Giraffen, Fischotter und Koalas. Das Besondere bei den insgesamt zehn unterschiedlichen Tieren: Alle schlafen auf eine andere Art, mit ganz unterschiedlichen Eigenheiten. Am Ende hat der Junge im weiß-karierten blauen Pyjama zehn neue Arten zu schlafen ausprobiert - und nichts hat geklappt. Aber das Abenteuer selbst hat ihn müde gemacht: „Und schon schläft er tief und fest.“

So die letzten Worte der Geschichte. Tatia Nadareischwili las sie auf Georgisch vor, Rikarde Riedesel als Kopf der Berleburger Literaturpflaster-Planungsgruppe auf Deutsch. Dann erzählte die georgische Autorin, wie ihr die Idee für das Buch gekommen war. Wie sie erst einen spannenden Fernsehbericht über eine Gruppe Tiere und ihr Schlafverhalten gesehen hatte und anschließend erstaunt gewesen war, als sie herausfand, wie unterschiedlich Tiere schlafen: mit dem Kopf auf dem Rücken, mit dem Kopf unterm Flügel, mit Händen und Füßen am Ast hängend, kopfüber einen Ast krallend, in der Astgabel liegend, senkrecht im Wasser stehend, auf dem Rücken im Wasser treibend, in einer Reihe mit Anderen auf dem Wasser schwimmend, wobei der Erste und der Letzte je ein Auge offenhalten, auf allen Vieren stehend und sogar beim Fliegen. Alle machen das unterschiedlich, aber für alle ist es genauso richtig, wie sie es machen. Hauptsache, am Schluss ist man ausgeschlafen. Und wenn man die ganze Welt neugierig und mit offenen Augen betrachtet, neue Dinge ausprobiert, dann verdient man sich genau damit die Müdigkeit, die lebenswichtig zum menschlichen Alltag dazu gehört.

In den vier Kindertages-Einrichtungen wurde allerdings nicht nur geredet und gelauscht, es wurde auch geguckt und gemalt. Schritt für Schritte zeigte Tatia Nadareischwili ihren insgesamt rund 140 kleinen Zuhörern nämlich auch, wie man einen schlummernden Wal im Wasser oder eine ruhende Fledermaus am Baum am besten zeichnen kann. Natürlich alle mit Schlafanzug.


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„Wenn jeder gibt was er hat, werden alle satt“

Das war eine Aufregung in der Evangelischen Kita Senfkorn am Berleburger Sengelsberg, als am Donnerstag plötzlich der Strom ausfiel. Und das knapp eine Stunde vor dem Mittagessen. Über 30 Kinder waren dazu angemeldet, aber es aufgrund der defekten Gasleitung und dem abgeschalteten Strom konnte nichts gekocht werden.
Was sollte das Team der Kita tun? Einkaufen war nicht möglich. Mit viel Gottvertrauen und reichlich Geduld kam in dieser Krisensituation die Idee: „Machen wir es wie bei der Speisung der 5000 Menschen in der Bibel!“ Dort brachte ein kleiner Junge fünf Brote und zwei Fische und alle wurden satt.
Schnell wurden alle Kinder  gebeten, in ihren Taschen nachzuschauen, ob sich dort noch Essbares befand. Und es fand sich jede Menge, wie auf den Fotos zu sehen ist.
Die Kinder haben geteilt, von ihrem Essen abgegeben.
Es blieben zwar keine zwölf Körbe übrig, wie in der biblischen Geschichte, aber alle, alle Kinder wurden satt. Ein wirklich wunderbares und hoffentlich nachhaltiges Erlebnis.
Und ein Beweis, das Lied „Wenn jeder gibt was er hat, werden alle satt“ von Peter Janssens und Wilhelm Wilms stimmt.



Laternenfest in der Stadtkirche

Bericht aus der Westfalenpost vom 24. Oktober 2017

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Literaturpflaster in Evangelischen Kitas

Girkhausen/Bad Berleburg. Wenn eine Erzählung anfängt wie „Fuchs, du hast das Huhn gestohlen“ und dann als Liebesgeschichte mit Happy End aufhört, dann muss da zwischendurch schon etwas unerhört Außergewöhnliches passiert sein. Miterlebt haben diese wundersame Wandlung in den vergangenen Tagen die Mädchen und Jungen aus vier Kindertageseinrichtungen auf dem Berleburger Stadtgebiet: Neben dem Raumländer Familienzentrum „Blauland“ und der Berghäuser AWo-Kita war im Rahmen des Literaturpflasters die französische Bilderbuch-Autorin und -Zeichnerin Béatrice Rodriguez auch in den Evangelischen Kindergärten „Zwergenland“ in Girkhausen und „Senfkorn“ in Bad Berleburg zu Gast. Dabei hatte sie Bilder aus ihrem Buch „Der Hühnerdieb“, die mit einem Beamer an die Wand projiziert wurden, und ein paar leere DIN-A1-Blätter.

Gebannt hörten und schauten die Kinder im Senfkorn bei der Geschichte vom Hühnerdieb zu.
Was wie „Fuchs, du hast das Huhn gestohlen“ anfing machte die Kinderbuch-Autorin und -Zeichnerin Béatrice Rodriguez auch im Zwergenland zu einer Liebesgeschichte mit Happy End.
Auch wenn Béatrice Rodriguez im Girkhäuser Zwergenland freundlich guckt, kann sie doch gefährliche, zähnefletschende Hasen zeichnen.
  • Die Senfkorn-Kinder sangen für Béatrice Rodriguez „Frère Jacques“, worüber sich die französische Autorin und Zeichnerin sehr freute.

  • Erzieherin Manuela Schnell freute sich über den ersten Literaturpflasterstein für die Berleburger Kita „Senfkorn“.

Nach den ersten Worten von Béatrice Rodriguez sagte ein ungläubig staunendes Mädchen im Senfkorn „Die spricht ja wirklich Französisch!“. Das war aber kein Problem, denn die Französin hatte auch noch Rikarde Riedesel dabei, die im Berleburger Rathaus der Motor der Literaturpflaster-Veranstaltungsreihe ist. Rikarde Riedesel übersetzte das, was die Autorin erzählte, und am Ende sagten die Bilder sowieso viel mehr als 1000 Worte. Durch finstre Wälder und über wogende Wasser-Wellen hinweg verfolgen der Bär, der Hahn und der Hase den Fuchs mit dem gestohlenen Huhn. Während Reineke am Anfang der Henne noch den Schnabel zuhalten muss, ändert sich ihre Beziehung im Laufe der Zeit und auf dem Weg. Als das ungleiche Pärchen kurz vor Schluss locker im Boot schippert, trägt das Huhn jedenfalls eine coole Sonnenbrille und schlürft lässig mit dem Fuchs einen Cocktail. Eines der Girkhäuser Kinder kannte genau diese komplizierte Vokabel. Denn zwischendurch wurde viel von Béatrice Rodriguez gefragt. Immer wieder ermunterte sie die Mädchen und Jungs, ganz genau hinzugucken. Denn hier sind Details wichtig. Oder sie dachte mit den Kindern nach, wie die Geschichte weitergehen könnte. Und dann malte sie aus dem Stegreif Bär, Hahn, Henne, Fuchs oder einen Esel oder einen Kraken oder sogar einen gefährlichen Hasen mit gefletschten Zähnen. Oder auch mal ein Croissant und ein Baguette. Denn die Zwergenland-Kinder hatten sich mit einem französischen Frühstück auf ihren Besuch vorbereitet und französische Fahnen für die Fenster gemalt. Und die Senfkorn-Kinder kamen zu ihrer Lesung im Gänsemarsch, der aussah wie eine Polonaise, auch das ein französisches Wort. Und sie sangen Béatrice Rodriguez zudem noch das Lied von „Frère Jacques“ vor. Ihre Aussprache sei genauso gut wie die von kleinen Franzosen gewesen, lobte die Autorin, selbst Mutter von vier Kindern von zehn bis 19 Jahren


300 Euro vom Bratfest für die kleinen „Senfkörner”

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Die SGV-Abteilung Bad Berleburg spendete jetzt 300 Euro an den örtlichen Kindergarten „Senfkorn“ am Sengelsberg.

Mit einem Kilogramm Zootiere fing alles an

Quelle: Ausschnitt Westfalenpost vom 29.04.2017

Bericht aus der Westfalenpost vom 12. April 2017

Bericht aus der Westfalenpost

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Ab Sommer sind wieder Plätze in der Waldkindergartengruppe des Evangelischen Kindergartens „Senfkorn“ in Bad Berleburg frei. Interessierte Mädchen und Jungen können hier auch gern mal reinschnuppern - nach Absprache.

Neuer Bauwagen für die Waldentdecker

Seit mehr als vier Jahren gibt es die Waldkindergarten-Gruppe der Evangelischen Kita „Senfkorn“ in Bad Berleburg. Inzwischen haben die Waldentdecker nach einem Umzug den Standort am örtlichen Schützenplatz längst zu ihrem Platz gemacht, der ihnen vormittags eine Kita unter freiem Himmel bietet. Hier kann man ganz direkt erleben, wie unterschiedlich die Welt zu verschieden Jahreszeiten aussieht und wie viele spannende Spielsachen die Natur ganz umsonst bereithält, so lange man der Phantasie nur freien Lauf lässt. Auch wenn der ausdauernde Aufenthalt im Wald sich generell gut auf das Immunsystem der Mädchen und Jungen auswirkt, so gibt es doch bei extremen Witterungen auch immer einen Raum im Stammhaus am Sengelsberg.

Wer Interesse an einem Schnuppervormittag hat, kann sich mit Erzieherin Imke Bald unter Tel. (0160) 92200795 in Verbindung setzen. Nach einem solchen Ausprobieren fällt die Entscheidung für die Waldgruppe möglicherweise leichter. Für Sommer 2017 nimmt die Kita noch Voranmeldungen sowohl für die Waldgruppe als auch das Stammhaus selbst entgegen. Ansprechpartnerin ist hier Einrichtungsleiterin Ute Gatzemeier unter Tel. (02751) 3741.


Kita „Senfkorn” schmückt Weihnachtsbaum im Kreishaus

Bericht aus der Siegener Zeitung vom 23.11.2016

Bericht aus der Westfalenpost vom 26.11.2016


Treffpunkt Goldenes Ei

Sommerfest der Kita „Senfkorn“

Drei verschiedene Startpunkte - und ein Ziel. Das Sommerfest der Kita „Senfkorn“ der Evangelischen Kirchengemeinde Bad Berleburg fand in diesem Jahr beim Goldenen Ei am Waldskulpturenweg statt. Die Jüngsten begannen ihre Wanderung dorthin am Schützenplatz, die Mittleren beim Parkplatz am Sengelsberg und die Ältesten direkt an der Kindertagesstätte. Unterwegs erwarteten jede Gruppe neben der Laufstrecke weitere Herausforderungen wie Kletteraufgaben, Suchspiele oder kreative Arbeiten.

Jedes Kind trug einen kleinen Rucksack mit einem Getränk und das wurde bei der ersten Pause auch alle gemacht. Aber dank einiger Elternvertreterinnen gab es sogar eine Verpflegungsstation mitten im Wald, ebenfalls mit Getränken, außerdem mit leckeren erfrischenden Apfel-Stückchen. Erst nach der Stärkung ging es weiter. Endlich am Waldrand angekommen, konnten die Kinder das Ziel schon einmal sehen - bis dahin galt es aber, noch ein gutes Wegstück zu bewältigen.

Am Goldenen Ei wartete ein Büffet auf alle Wanderer, passenderweise mit Eierbroten, Gemüsestiften und Dipp. Zudem gab es Leckereien der süßen Art: Muffins und Mini-Gugelhupfe. Essen, trinken, auf den Picknick-Decken ausruhen oder um das Kunstwerk herumtoben - all das stand an diesem schönen Tag auf dem Programm. Erst als alle das ausreichend genossen hatten, sollte das Senfkorn-Sommerfest enden. Im Anschluss ging es zu Fuß zurück in Richtung Parkplatz „Trufterhain“, wo die Kinder abgeholt werden konnten.

Der Tag war rundum gelungen, sogar das Wetter spielte perfekt mit, denn erst als das Fest vorbei war kam der Regen.

 

 


Vorschulkinder bei der Polizei

Wenn man Hilfe braucht, welche Nummer muss ich anrufen, damit ich bei der Polizei lande? Was sage ich dann? Wieso kann die Polizei mich nach Hause bringen, auch wenn ich die Straße nicht weiß und nur meinen Namen nenne? Wie sieht es in einer Gewahrsams-Zelle aus? Fragen über Fragen, die die Mädchen und Jungen aus der Evangelischen Kindertagesstätte „Senfkorn“ in Bad Berleburg jetzt allesamt beantwortet bekamen. Diejenigen von ihnen, die ab Sommer zur Schule gehen, besuchten die Polizeiwache im Berleburger Herrengarten. Kita-Leiterin Ute Gatzemeier weiß, was die Kinder immer beeindruckt: „Ganz toll ist auch immer die Fahrt im Polizeiwagen, auf dem Hof einmal auf und ab.“  Sie bedankt sich ausdrücklich bei der ganzen Polizeiwache allgemein und bei dem Beamten Martin Schmidt im Besonderen.

Vorschulkinder bei der Feuerwehr

 

Ein Feuerwehrauto ist spannend, kann aber auch ein bisschen Angst machen. Deshalb war es gut, dass die Mädchen und Jungen aus der Evangelischen Kita „Senfkorn“ in Bad Berleburg, die im Sommer in die Schule kommen, sich jetzt für ein Foto ganz entspannt auf ein großes rotes Fahrzeug mit einer Drehleiter setzten durften. Denn beim Besuch der Berleburger Feuerwehr ging es darum, Ängste abzubauen und mit kindgerechten Informationen die sinnvolle Arbeit der heimischen Brandbekämpfer zu erläutern. Wozu braucht die Feuerwehr so große Scheren? Wie funktioniert das mit den Schläuchen? Was muss ein Feuerwehrmann, eine Feuerwehrfrau beim Einsatz alles anziehen? Welche Nummer wähle ich im Notfall? Warum retten Rauchmelder Leben? Und wie ist das eigentlich genau mit dem Rauch? Am Ende konnten all die Fragen geklärt werden, und die angehenden Schulkinder hatten ein spannendes Abenteuer erlebt. Dafür dankt die Kita-Leiterin Ute Gatzemeier den beteiligten Feuerwehrleuten ganz herzlich.


Bericht aus der Siegener Zeitung vom 16. März 2016
Bericht aus der Westfalenpost vom 17. März 2016

Die Kinder lieben ihren Marcel. Gern geht der Praktikant mit ihnen beim Spiel „Zicke Zacke Hühnerkacke“ auf eine Gedächtnisrallye in der Kindertagesstätte „Senfkorn“ am Sengelsberg.  Foto: Christoph Vetter-Westfalenpost

Als Mann allein unter kleinen „Senfkörnern“

Bad Berleburg/Wemlighausen. Von außen klopft die kleine Mia an die bunte Fensterscheibe, winkt mit ihrem Händchen zum Abschied und verschwindet vom Hof der Kita „Senfkorn“. Das kleine Mädchen fährt mit Papa nach Hause. Für Marcel Gillner hingegen dauert der Tag in der evangelischen Kindertagesstätte noch zwei Stunden länger. Der 20-Jährige aus Wemlighausen absolviert zur Zeit am Berleburger Sengelsberg ein fünfwöchiges Blockpraktikum.

Schon als kleiner Junge dabei

Der Beruf, den der junge Mann anstrebt, nannte man vor drei Jahrzehnten vielleicht noch „Kindergärtner“; Marcel lässt sich jedoch ausbilden zum staatlich anerkannten Erzieher. Das finden die kleinen „Senfkörner“ toll und haben ihn in ihr Herz geschlossen. Der Arbeitsplatz des Wemlighäusers ist hauptsächlich in der Fischgruppe, bei den Vögeln und Schäfchen hilft er höchstens mal aus, wenn Kolleginnen ausgefallen sind. Nur bei den Waldentdeckern war er noch nicht. Als Marcel selbst noch ein kleiner Junge war, besuchte er ebenfalls die Kita Senfkorn, damals noch in der Berleburger Hochstraße. „Er zählte nicht zu den Jungs mit einer großen Klappe. Er war eher der ruhige Typ“, erinnert sich Kita-Leiterin Ute Gatzemeier, die genau wie ihre Kollegin Jasna Aderhold-Koke schon damals den Jungen betreute. Diese Ruhe strahlt Marcel im Tagesablauf am Sengelsberg jetzt aus, wenn er die Jungen und Mädchen auf die Figuren beim Gedächtnisspiel „Zicke Zacke Hühnerkacke“ oder die Teile im Puzzle-Buch „Bolle Bär“ konzentriert. „Es macht richtig Spaß zu sehen, wenn die Kleinen sich über das richtige Teil freuen“, begründet Marcel, warum er sich seiner Ansicht nach auf dem richtigen Berufsweg befindet. Das bestätigen aber ebenfalls seine Eltern und „mein großer Bruder“ genauso wie der Freundeskreis. Und aus dem – kaum zu glauben – haben zwei weitere Wittgensteiner Männer die Ausbildung zum Erzieher gewählt. Das sind Joey Dohle aus Schameder und die beiden Berleburger Bastian Sommer und Tobias Zimmer, der sein Praktikum gerade im CJD Birkelbach absolviert.

Fachabitur im Sozialwesen

Sport und Mathe waren zwar die Lieblingsfächer, als Marcel die Realschule auf dem Stöppel besuchte, doch das Fachabitur am Berufskolleg Wittgenstein machte er im Sozial- und Gesundheitswesen. Als dort parallel zum Unterricht das obligatorische Ein-Jahres-Praktikum anstand, bewarb sich Marcel bei Ute Gatzemeier. Er bekam den Job, war und ist bis heute der einzige Mann unter den insgesamt zehn Erzieherinnen der Einrichtung. „Leider“, bedauert Ute Gatzemeier, denn sie hat längst festgestellt, „dass sich die Jungs gern mal an den großen Jungen halten und sogar die kleinen Mädchen sich völlig verliebt an ihn wenden“. Die Leiterin lacht über ihre Worte, unterstreicht aber gleichzeitig, dass „ruhig viel mehr Jungs auf die Idee kommen könnten, Erzieher zu werden.“ Natürlich gebe es die, doch die meisten gehen in die Heimpädagogik. „Eigentlich schade, denn auf Dauer wäre es toll, wenn sie in der Elementar-Pädagogik arbeiten würden.“ So wie es sich Marcel vorstellt. Er wird in Kürze den ihm bislang zugewiesenen, kleinen Kinderkreis tauschen und zur Gesamtgruppe wechseln und den Überblick auf 20 Kinder behalten. Das will Marcel Gillner schaffen, genauso wie er die Ausbildung am Berufskolleg Olsberg packen will. Dafür paukt er in der Freizeit; wenn er nicht gerade fotografiert oder Deutsch-Rock auf der Gitarre spielt.


Senfkorn-Waldkinder ziehen nach Bad Berleburg

Mit einer aufregenden Planwagenfahrt, einem gesponserten Frühstücks-Paket und einem gemeinsamen Grillen – so haben die 14 Waldentdecker der Evangelischen Kindertagesstätte „Senfkorn“ Bad Berleburg zusammen mit ihren Erzieherinnen Imke Bald und Inge Brüggemann den Umzug auf ein neues Waldstück gefeiert. Seit der Gründung der Waldgruppe vor gut drei Jahren hatten die Kinder ihren täglichen Treff- und Spielplatz oberhalb des Abenteuerdorfs in Wemlighausen. Im Zuge des Neubaus der Evangelischen Kindertagesstätte am Sengelsberg sollte aber auch die angegliederte Waldgruppe wieder näher ans Stammhaus rücken und daher das neue Grundstück am Schützenplatz Bad Berleburg beziehen. Und so wurden mit tatkräftiger Unterstützung der Wald-Papas und einiger Helfer der grüne Bauwagen, das hölzerne Toilettenhäuschen, die Baumstamm-Garderobe und viele, viele Kindergarten-Umzugskisten nach Bad Berleburg transportiert und dort am neuen Standort mitten in der Natur fachmännisch wieder aufgebaut.

Am Umzugstag erlebten die Waldentdecker ein Abenteuer nach dem anderen. Zusammen mit den Eltern ging es ein letztes Mal hinauf zum Wemlighäuser Platz, um sich dort noch einmal richtig vom Piratenschiff aus Ästen oder der riesigen, ausgegrabenen Waldentdecker-Wurzel zu verabschieden. Doch dann wartete auch schon die große Abschieds-Überraschung. Denn für den Weg von Wemlighausen nach Bad Berleburg hatten die Waldeltern den Unimog samt Planwagen von „Eventwandern Heidi Dickel“ bestellt. Mit staunenden Augen kletterten die Kleinen auf das große Fahrzeug und erlebten eine aufregende Fahrt. Allerdings ließ die nächste Überraschung nicht lange auf sich warten. Am Rewe-Markt setzte der Unimog den Blinker und legte einen Stopp ein.

Rewe-Marktleiterin Kerstin Drauschke begrüßte die Waldkinder in der Halle des Einkaufsmarktes. Jeder einzelne Waldentdecker bekam eine kleine – mit den jeweiligen Namen der Kinder bedruckte – Frühstücks-Tüte mit reichlich Obst, kühlen Getränken und Süßigkeiten geschenkt. Mit einem lauten Dankeschön und strahlenden Gesichtern bestieg die Waldgruppe erneut den Planwagen. Die weitere Fahrt führte mitten durch die Stadt, vorbei am Kindergarten-Stammhaus und vielen winkenden Kita-Kindern und Erzieherinnen hinauf zum neuen Standort am Schützenplatz. Dort oben angekommen erforschten, kletterten und tobten die Kinder mitten im dichten Blätterwald und begrüßten so ihren neuen, morgendlichen Treffpunkt. Der grüne Bauwagen hat dort seinen neuen Platz gefunden, ebenso das hölzerne Toilettenhäuschen und die Baumstamm-Garderobe. Für die Waldentdecker und ihre beiden Erzieherinnen ein sichtlich aufregendes Abenteuer, das in den nächsten Wochen vermutlich jeden Tag aufs Neue beginnen wird.

Abgerundet wurde der Tag mit einem gemeinsamen Grillen auf dem Schützenplatz. Dort gab es neben Würstchen, Brötchen und Gemüsespießen auch noch Tannenbaum-Kekse. Kein altes Weihnachtsgebäck, sondern ein symbolisches Willkommens-Geschenk vom Förderverein der Kindertagesstätte. Pfarrerin Claudia Latzel-Binders Dank g ging genau an diesen Förderverein, aber auch an die Eltern allgemein und an die Erzieherinnen für deren tolles Engagement. Die Evangelische Kirchengemeinde Bad Berleburg sei als Träger der Einrichtung weiter von dem Konzept und der Arbeit des Waldkindergartens begeistert und freue sich, dass der frisch bezogene Standort im Wald jetzt deutlich dichter am neuen Stammhaus sei.

Die Senfkorn-Waldkinder im REWE Markt
Der Planwagen stoppte am REWE Markt

Sommerfest der Kindertagesstätte Senfkorn in Wemlighausen.

Artikel aus der WestfalenPost vom 16. Juni 2015


Bericht aus der Westfalenpost vom 11. Juni 2015

Hier können Sie den Bericht als PDF-Datei lesen.


Bericht aus der Westfalenpost vom 17. Dezember 2014

Lesen Sie hier den Bericht als PDF-Datei.

Bericht Westfalenpost vom 17.12.2014

Bericht aus der Westfalenpost vom 02. Dezember 2014

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Zeitungsartikel WP 2. Dez. 2014

Rund 150 Besucher kamen am Sonntag zum Gottesdienst in der Evangelischen Stadtkirche Bad Berleburg, der ganz im Zeichen des jüngsten Nachwuchses stand.

Familiengottesdienst in der Stadtkirche

Die ausgelegten Gesangbücher reichten nicht. Rund 150 Besucher kamen am Sonntag zum Gottesdienst in der Evangelischen Stadtkirche Bad Berleburg, der ganz im Zeichen des jüngsten Nachwuchses stand: Zum einen, weil es ein Taufgottesdienst war, zum anderen, weil sich an den Familiengottesdienst ein kleiner Empfang in der Kindertagesstätte „Senfkorn“ anschloss, die rund drei Wochen zuvor aus dem alten Domizil an der Hochstraße in ein neues Gebäude am Sengelsberg umgezogen war. Und dass die Kinder der Kirchengemeinde ganz wichtig sind, das konnte man auch im Gottesdienst ganz anschaulich sehen. Sie saßen nicht nur in der ersten Reihe, sondern sogar vor der ersten Reihe. Auf Sitzunterlagen hatten sie es sich bequem gemacht: So konnten sie nicht nur die Taufe ganz genau sehen, sondern auch das Anspiel zum „Barmherzigen Samariter“, das ihre Erzieherinnen für den Gottesdienst eingeübt hatten und zu dem Pfarrerin Claudia Latzel-Binder die Predigt hielt. Außerdem hatten es die Kinder von hier vorn auch nicht so weit, um am Abendmahlstisch zu singen. Das machten die Mädchen und Jungen zweimal.

Hören Sie hier einen kurzen Ausschnitt vom Gesang der Kinder.

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Die Senfkorn-Kinder gestalteten den Familiengottesdienst am Sonntag in der Evangelischen Stadtkirche Bad Berleburg musikalisch mit.
Gebannt schauten die Mädchen und Jungen aus der Evangelischen Senfkorn-Kindertagesstätte bei der Taufe in dem Familiengottesdienst in der Stadtkirche zu.

Auch bei dem anschließenden Empfang in der Kita selbst sangen die Kleinen nochmal, um deutlich zu machen, wie sehr sie sich über ihren neuen Kindergarten freuten. Das war ihre Art, Danke zu sagen. Die Großen brauchten dafür viel mehr Worte. Aber die zahlreichen Danksagungen, die die Redner auch einander widmeten, standen sinnbildlich dafür, dass es eine große, klug durchdachte Zusammenarbeit vieler Beteiligter war, die nach langem Hin und Her im Vorfeld jetzt auf einmal den Senfkörnern doch sehr schnell einen nagelneuen Kindergarten bescherte. Nach den guten Erfahrungen der Laaspher Kirchengemeinde hatten sich auch die Berleburger für ein Investorenmodell entschieden. Das bedeutet im konkreten Fall: Jemand von außen baut den Kindergarten, und die Gemeinde geht einen langfristigen Vertrag ein, um das Gebäude zu mieten.

Reichlich Betrieb herrschte beim Kinderschminken von Anke Althaus-Aderhold während des kleinen Empfangs in der neugebauten Evangelischen Kindertagesstätte „Senfkorn“ am Berleburger Sengelsberg.

Bei dem Empfang sprach zunächst Claudia Latzel-Binder, dann für die Investorin Liesa Pöppel deren Vater Rainer und für die Kindertagesstätte Leiterin Ute Gatzemeier. Es schlossen sich Grußworte vom Wittgensteiner Superintendenten Stefan Berk und vom Berleburger Bürgermeister Bernd Fuhrmann - begleitet von Berleburgs Ortsvorsteherin Ulla Belz und weiteren Vertretern der Stadtverwaltung - sowie Sarah Harth vom Förderverein der Einrichtung und Silke Kahlert - begleitet von Tina Gernand - für den Senfkorn-Elternrat an. Außerdem meldete sich Rosemarie Polensky zu Wort, die Leiterin vom Evangelischen Kindergarten im Herrengarten freute sich für die Kolleginnen und signalisierte, dass die Regenbogen- Kinder gern mal zu Besuch kommen würden. Neben vielen Eltern waren auch Beate Klein von der Kindergarten-Fachberatung beim Kreiskirchenamt sowie Angelika Krämer und Birgit Namockel von den beiden Evangelischen Kindergärten in Bad Laasphe in Bad Berleburg.

Nur in einem guten und reibungslosen Zusammenspiel konnte die neue Kindertagesstätte „Senfkorn“ für die Evangelische Kirchengemeinde Bad Berleburg im Investorenmodell so schnell auf die Beine gestellt werden. Am Ende waren alle froh und dankbar.

Zahlreiche Gäste der sehr gut besuchten Feierstunde hatten Geschenke dabei, viele hatten bei der Auswahl auf den zweiten Bestandteil des Wortes „Kindergarten“ geschielt: Neben einem Himbeerstrauch-Setzling gab es einen Apfel- und einen Mirabellenbaum, so dass hier in Zukunft nicht nur die Kinder wachsen können. Bei den ausgetauschten Worten des Dankes ging es neben belastbaren Erzieherinnen, geduldigen Eltern, einem unkomplizierten Investor, tatkräftigen und verlässlichen Unternehmen um die außerordentlich engagierten Architekten Peter Weiß und Christa Grosche.
Wer jetzt denkt „So viele Grußworte? Die armen Kinder!“, der hat sich getäuscht. Nachdem die Mädchen und Jungen gesungen hatten, durften sie schon mal in der Kita auf Tour gehen. Für die musikalische Umrahmung war dann die Swing-Combo der Berleburger Musikschule zuständig. Neben Kinderschminken konnten die Mädchen und Jungs selbst Taschen bemalen, sich Anstecker basteln und sich mit Figuren aus Luftballons beschenken lassen. Und es gab so viel zu essen, dass noch etwas übrig war, als die Großen mit Grußworten fertig waren.

Für Musik sorgte bei dem kleinen Empfang in der neugebauten Kindertagesstätte „Senfkorn“ die Swing-Combo der Berleburger Musikschule.

Wenn zwei Partner sich gut verstehen, kommt nach neun Monaten etwas Neues ins Leben: Ein Kindergarten !!!

 
Das Projekt hat Hand und Fuß, Verstand und Herzblut
und seit dem Einzug der Kinder am 24. Oktober auch den
vollen Puls des Lebens.
Die glücklichen Eltern freuen sich über den guten Verlauf der Entstehung und wollen das mit den Geburts- und Erziehungsbeteiligten und allen Interessierten feiern.
Herzliche Einladung zur Geburtstagsfeier des neuen Zuhauses der Ev. Kindertagesstätte Senfkörn am 16. November 2014.

Wir beginnen mit einem Familien-Gottesdienst um 10.15 Uhr in der Ev. Stadtkirche in der Schloßstraße.

Im Anschluss gibt es einen kleinen Empfang in der neuen
Einrichtung am Sengelsberg mit der Gelegenheit zu
Grußworten ab ca. 11.30 Uhr.


Bericht aus der Siegener Zeitung vom 25. Oktober 2014

Das kennt man normalerweise mehr von den Politikern, gestern waren aber die Kinder an der Reihe: Symbolisch wurden die Bänder durchgeschnitten, die kurzzeitig den Weg zum neuen Kindergarten versperrten. Foto: Martin Völkel

Fleißige Handwerker und viele glückliche Kinder

Berleburger Kita „Senfkorn“ zog gestern auf den Sengelsberg um


vö Bad Berleburg. Passender hätte das Lied zur Begrüßung in der neuen Umgebung nicht sein können. Denn die Jungen und Mädchen der Evangelischen Kindertagesstätte „Senfkorn“ stimmten gemeinsam das Lied vom „fleißigen Handwerker“ an, der dafür gesorgt hatte, dass die Kinder gestern Morgen ihr nagelneues Domizil mit der erfrischenden Außenfarbe am Sengelsberg beziehen konnten. „Das ist toll, heute wird die Kita rappelvoll“ – diesen Worten ist nicht mehr viel hinzuzufügen.

Damit steht fest: Der Umzug der „Senfkörner“ (die Siegener Zeitung berichtete mehrfach), auf den Erzieherinnen, Eltern, Kinder, Verantwortliche der Kirchengemeinde und nicht zuletzt Investorin Liesa Pöppel hingefiebert hatten, wurde nun erfolgreich gemeistert. Den Altbau an der Hochstraße tauscht die Einrichtung gegen ein hochmodernes Gebäude im Neubaugebiet ein.

Zu Fuß meisterten Kinder, Erzieherinnen und einige Eltern gestern die letzten Schritte eines langen Weges, wobei an dessen Ende zweifelsohne eine sehr gute Lösung steht. Die Kinder durchschnitten symbolisch das rot-weiße Trassierband, das Leiterin Ute Gatzemeier zuvor noch schnell über den kurzen Weg vom Bürgersteig bis zum Eingang gespannt hatte. Und die Handwerker, von denen zu Beginn die Rede war, legten ebenfalls noch einmal Hand an. Letzte Pinselstriche wurden gezogen, letzte Schrauben nachgedreht und verständlicherweise ist im Bereich des Außengeländes noch einiges zu erledigen. Die Kinder jedenfalls fühlten sich gestern auf Anhieb wohl in ihrer neuen Umgebung, waren neugierig auf die Gruppenräume und die wunderschöne Einrichtung. Klar ist: Spätestens seit gestern ist am Sengelsberg noch mehr Leben eingekehrt.

„Das Projekt hat Hand und Fuß, Verstand und Herzblut und seit dem Einzug der Kinder auch den vollen Puls des Lebens“, heißt es im Einladungsschreiben zur offiziellen Eröffnung, die am Sonntag, 16. November, im Anschluss an einen Familiengottesdienst (Beginn: 10.15 Uhr) in der evangelischen Stadtkirche stattfinden soll.

Etwas später als ursprünglich geplant wird die Waldkindergartengruppe aus Wemlighausen auf ihren neuen Standort unweit des Schützenplatzes umziehen. Logistisch sei noch einiges zu erledigen und auch das Gelände werde durch die Wittgenstein-Berleburg’sche Rentkammer noch im Detail präpariert, teilte Pfarrerin Claudia Latzel-Binder auf SZ-Anfrage mit.


„Wer will fleißige Handwerker sehn, der muss in die Kita Senfkorn geh‘n...“. Der Neubau des Kindergartens der Evangelischen Kirchengemeinde Bad Berleburg hatte das Team um Leiterin Ute Gatzemeier auf die Idee gebracht, das Sommerfest unter das Motto „Rund um den Bau“ zu stellen.

Sommerfest „Rund um den Bau“ bei den Senfkorn-Kindern

„Wer will fleißige Handwerker sehn, der muss in die Kita Senfkorn geh‘n...“. Ein beeindruckendes Bauarbeiter-Fest haben jetzt die Kinder und Erzieherinnen der Evangelischen Kindertagesstätte „Senfkorn“ in Bad Berleburg gefeiert. Der momentane Neubau des Kindergartens hatte das Team um Leiterin Ute Gatzemeier auf die Idee gebracht, das Sommerfest unter das Motto „Rund um den Bau“ zu stellen. Pünktlich wie die Maurer kamen die kleinen Senfkörner an diesem Morgen auf die eintägige Baustelle an der Hochstraße – ausgestattet mit Bauhelmen, Handschuhen und Latzhosen. Der außergewöhnliche Kindergartentag startete standesgemäß mit einem zünftigen Frühstück mit Würstchen und Brötchen. Danach konnten die Kinder gestärkt ihren Rundgang durch die kreative Arbeitswelt der Handwerker beginnen. Die Kleinen lernten allerlei Interessantes über insgesamt sieben Berufe kennen, probierten die jeweiligen Werkzeuge aus und bestaunten die unterschiedlichen Materialien. Und an jeder einzelnen Station durften die Kinder selbst werkeln und experimentieren. „Und das tut nicht weh?“, fragten die Kinder skeptisch bei der Bauaufsicht. „Nein“, war die klare Antwort der Erzieherin. Mit einem dicken Hammer durften die Kleinen selbst den Test machen und schlugen auf die Sicherheitskappe am Arbeitsschuh. „Tut echt nicht weh“, war das einheitliche Fazit. Ebenso fasziniert waren die Senfkörner auch von der großen Leiter, die sie Stufe für Stufe hochklettern konnten – ganz vorsichtig natürlich. „Achtung – und jetzt hepp“, so hieß es beim Dachdecker. Mit einem gezielten Schlag konnten die Kleinen echte Schieferplatten einmal selbst spalten und danach bunt anmalen. Zudem durften fleißig Nägel in einen Holzklotz gehämmert werden. Dass die Schneidemaschine Kacheln ganz gerade teilte – das beeindruckte die Kinder beim Fliesenleger immer wieder. Zur Erinnerung durften die weißen Porzellanfliesen mit strahlenden Farben nach Herzenslust verschönert werden. Eine Handvoll Erde als Gärtner in einen Becher geben, ein kleines Loch machen und dort hinein ein Pflänzchen setzen. Vorsichtig noch einen Schuss Wasser aus der Gießkanne dazu und schon war der kleine Blumentopf für die Fensterbank fertig. Auf Folien wurden fleißig kunterbunte Papier-Symbole geklebt. Anschließend sauste die Folie eine Runde durch das Laminier-Gerät und in Sekundenschnelle hatten die kleinen Glaser ihr eigenes Kunstwerk in der Hand. Rein in die Malkittel, ran an die Pinsel und los... In kleinen Maler-Gruppen pinselten die Kinder jeweils ein großes Haus auf Tapete – mit vielen Fenstern, einer Tür und dem Dach. Am Ende war ein gemaltes Bild origineller als das andere. Eine Holzplatte, vier Beine – ergibt einen Tisch. Genau diesen konnten sich die Nachwuchs-Arbeiter als Zimmerleute im Kindergarten selbst zusammenbauen. Mit Fingerspitzengefühl und Geschick erprobten die Kinder auch diesen handwerklichen Beruf. Die Senfkörner zwischen zwei und sechs Jahren erlebten ein Handwerker-Fest der besonderen Art. Stundenlang waren die Kleinen mit jeder Menge Spaß, der nötigen Portion Geduld und ganz viel Begeisterung an der Arbeit. Und so endete ein arbeitsreicher Vormittag auf der Kindergarten-Baustelle mit einem gemeinsamen Abschluss-Gottesdienst und einem Rucksack voller Erinnerungen - selbstgemacht in Handarbeit.


Muttertag im Kindergarten „Senfkorn"

In der Evangelischen Kindertageseinrichtung „Senfkorn“ an der Berleburger Hochstraße gab es jetzt direkt nach dem eigentlichen Muttertag nochmal einen Muttertag im Kindergarten. Die Mädchen und Jungs hatten nämlich ihre Mamas zu einem leckeren Frühstück in die Kita eingeladen. Nach einem Danke-Lied gab es für jede der anwesenden Frauen erst einmal eine Rose. Aber damit nicht genug. Im Anschluss daran wurden alle Mütter von ihren Sprösslingen nach den Frühstücks-Wünschen gefragt. Daraufhin gingen die Kinder dann zum aufgebauten Büffet und holten Brötchen, Wurst, Käse oder auch Gemüsestifte. Nachdem sich die Kleinen dann auch selbst bedient hatten, frühstückten schließlich alle gemeinsam und erlebten zusammen einen schönen Morgen im Kindergarten.


Bericht aus der Westfalenpost vom 16. Mai 2014

Junge Bauherrin Liesa Pöppel zeigt sich äußerst treffsicher am neuen Dachstuhl

Nach nur drei Monaten Richtfest am neuen Kindergarten Senfkorn am Sengelsberg


Von Heiner Lenze

Bad Berleburg. Äußerst treffsicher und nur mit wenigen Hammerschlägen hat Bauherrin Liesa Pöppel den letzten Nagel im Gebälk des neuen Kindergartens. versenkt.

Das klappte am Donnerstag genau so gut wie die bisherige Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Handwerkern und dem Erndtebrücker Architektenbüro um Peter Weiß und Christa Grosche. Noch ist der Kindergarten Senfkorn unterhalb der Hochstraße zu finden, der Neubau am Sengelsberg wurde notwendig, weil bekanntlich die U3- und U2-Betreuung weiter ausgebaut und somit forciert werden soll. Dafür fehlen aber in der Oberstadt die notwendigen Sozial- und Ruheräume, so Pfarrerin Claudia Latzel-Binder zu unserer Zeitung. Zum neuen Kindergartenjahr soll das Objekt bezugsfertig sein.
Kreativer Entfaltungsort

Dann wird die Kindertagesstätte auf 545 qm insgesamt drei Gruppen mit maximal 75 Mädchen und Jungen einen neuen und kreativen Entfaltungsort bieten. Aber das ist längst noch nicht alles. Seit geraumer Zeit besteht zusätzlich noch der Waldkindergarten oberhalb des Freizeitzentrums in Wemlighausen. Nach neuesten Informationen könnte ein Umzug auf das Burgfeld in Nähe des Schützenplatzes erfolgen. Hier laufen aktuell Gespräche mit der Wittgenstein/Berleburg’schen Rentkammer.

Sollte dann die Witterung nicht mitspielen, finden diese Kinder auch noch Unterschlupf am Sengelsberg. Die vorhandene Fläche ist dafür ausgelegt. Sichtlich zufrieden zeigte sich am Dienstag ganz besonders Liesa Pöppel. „Bisher hat alles super geklappt“, attestierte sie allen am Bau beteiligten Fachleuten eine gute Arbeit. Papa Rainer Pöppel und sein Architektenstab hatten bei der Auftragsvergabe primär auf heimische Firmen gesetzt. Nur der Zimmermeister hat seinen Sitz im nahen Kirchhundem, und Inhaber Dietmar Albers durfte auch den Richtspruch halten.

Der Bau des Gebäudes hat für die späteren Nutzer nur Vorteile, erklärt Pfarrerin Latzel-Binder den Hintergrund. „Die junge Bauherrin vermietet das Haus an den Kirchenkreis, der zu so einer Investition im Prinzip nicht in der Lage gewesen wäre.“ Gut vorbereitet zeigte sich auch Kiga-Leiterin Ute Gatzemeier. Alle Kinder bedankten sich bei den Handwerkern lautstark mit einem Lied, und außerdem hatte der Nachwuchs noch kleine Häuser gebastelt.

Hier singen die Senfkorn-Kinder ein Loblied auf die Handwerker und die beiden Architekten. Foto: Lenze

Bericht aus der Siegenr Zeitung vom 16. Mai 2014

Nein, das da rechts ist nicht Bob, der Baumeister, sondern eines von vielen begeisterten „Senfkorn-Kindern, die gestern zum Richtfest bei ihrem künftigen Kindergarten vorbeischauten. Foto: Nicole Klappert

Ein Hurra mit gelben Helmen

Gestern feierte der Kindergarten „Senfkorn“ Richtfest am Sengelsberg

Im August sollen die Kinder im neuen Domizil die Kisten auspacken. – Auch die Waldgruppe zieht um.

nik „Betreten der Baustelle verboten – Eltern haften für ihre Kinder“ steht es dick und fett auf einem Schild geschrieben. Doch am gestrigen Tag wurde dieser hinweis fröhlich außer Kraft gesetzt, übernahmen viele kleine Leute das Kommando am Sengelsberg: Es wurde Richtfest gefeiert im Neubau des Kindergartens „Senfkorn“.

Wie die Siegener Zeitung berichtete, ist dessen Domizil in der Hochstraße recht reparaturbedürftig. Nachdem die Ev. Kirchengemeinde Bad Berleburg als Trägerin diverse Möglichkeiten abgeklopft hatte, entschied sie sich für einen Neubau; finanziert wird der als Investorenmodell. Grundsteinlegung war im März.

Investorin Liesa Pöppel vermietet das Gebäude „für mindestens 20 Jahre“ an die Kirchengemeinde, wie Pfarrerin Claudia Latzel-Binder im Gespräch mit der SZ sagte. „Wir hätten nicht die Mittel gehabt, den Neubau in dieser Größe zu schultern.“

„Bis jetzt hat alles super geklappt“, freute sich die junge Bauherrin, die mit ordentlich Schmackes den letzten Nagel in den Dachstuhl schlug, kaum dass der Richtspruch verlesen worden war. „Das ist eine Kreuzung von Bedarf mit Möglichkeit, eine gute Sache für die Zukunft“, kommentierte ihr Vater Rainer Pöppel, und dann hatte es sich auch schon mit den Ansprachen, dann übernahmen die Lütten: Ausgerüstet mit Helmen, die ihnen das Schieferschaubergwerk Raumland gestiftet hatte, sangen sie den fleißigen Bauarbeitern ganz inbrünstig ein Dankeslied und verteilten bemalte Holzhäuschen – „als Inspiration“, wie Einrichtungsleiterin Ute Gatzemeier erklärte. Natürlich bekamen auch die Erndtebrücker Architekten Peter Weiß und Christa Grosche, die den Neubau entwarfen, solch ein kleines Kunstwerk überreicht.

Auf 545 Quadratmeter Nutzfläche ist künftig Platz für Gruppenräume mit jeweils einem Nebenraum plus Schlafraum. Dem Kindergarten eröffnen sich damit ganz neue Möglichkeiten: Statt wie bisher zwei Gruppen wird es künftig drei geben, plus Waldkindergarten-Gruppe.

Die Waldkinder spielen und lernen seit zwei Jahren in der Nähe des Freizeitzentrums Wemlighausen, doch auch für sie steht eine Veränderung an: Möglichst noch vor den Sommerferien sollen sie in ein Waldstück nahe des Schützenplatzes umziehen, entsprechende Gespräche mit der Wittgenstein-Berleburg’schen Rentkammer laufen, verriet Ute Gatzemeier. Bei allzu fiesem Wetter finden sie im neuen Kindergarten Zuflucht.

„Wir schaffen eine neue Gruppe, das ist das Entscheidende“, so Claudia Latzel-Binder. Der Neubau ist perspektivisch auch für U2-Kinder ausgelegt, je mehr von den ganz Kleinen da sind, desto weiter wird die Gruppengröße heruntergefahren.

Nun dauert es nicht mehr lange, bis im an der Hochstraße das Kistenpacken beginnt: Mädchen und Jungen, Bauklötze, Kuscheltiere und Malzeug sollen möglichst zum Stichtag 11. August im Neubau einziehen, so wünscht es sich jedenfalls Familie Pöppel. Die Zeichen stehen günstig: „Alle Gewerke und die Architekten sind intensiv bemüht, einen guten Kompromiss in der Bauausführung hinzubekommen“, so Rainer Pöppel. Mit anderen Worten: Die Unternehmen, fast samt und sonders aus Bad Berleburg, arbeiten mit Hochdruck an der Fertigstellung.

Angefangen hatte alles mit der Idee, einen Betriebskindergarten unter Beteiligung der Firma BSW einzurichten, die bekanntlich Familie Pöppel gehört. Im Verlauf eines Telefonats mit einem Pfarrer des Kirchenkreises kristallisierte sich aber ein ganz anderer Bedarf heraus – das Ergebnis der Überlegungen steht nun als Rohbau im Neubaugebiet Sengelsberg.

An Richtbäumen herrschte übrigens kein Mangel: Die Kinder hatten gleich zwei geschmückte Tännchen mitgebracht, die jetzt stolz auf dem Baugerüst stehen. Von Claudia Latzel-Binder hatten sich die „Senfkörner“ etwas Besonderes gewünscht, und die Pfarrerin kam dem gerne nach: Sie hatte ein blühendes Apfelbäumchen dabei. Der Kindergarten wird nämlich einen Kinder-Garten bekommen, in dem allerlei Leckergesundes wachsen soll.


Es folgt eine Bilderserie vom Richtfest.


Erster Bagger auf der Baustelle für den neuen Kindergarten Sengelsberg

Die erste Teilbaugenehmigung ist da - und so konnte jetzt am Sengelsberg mit den vorbereitenden Erdarbeiten für den neuen Kindergarten begonnen werden. Vor einem halben Jahr waren frühe Planungen vorgestellt worden. Die seit langer Zeit bewährte und beliebte, aber ein wenig in die Jahre gekommene Kindertageseinrichtung „Senfkorn“ der Evangelischen Kirchengemeinde Bad Berleburg an der Hochstraße soll durch einen Neubau ersetzt werden. In finanziell schwierigen Zeiten ist es für eine Kirchengemeinde kaum möglich, ein solches Projekt zu schultern. Deshalb war das Presbyterium unter Vorsitz von Pfarrerin Claudia Latzel-Binder froh, einen Investor gefunden zu haben.
Bauherrin ist die Berleburgerin Liesa Pöppel, der Bauplan für den neuen Evangelischen Kindergarten am Sengelsberg stammt von den ebenfalls heimischen Architekten Peter Weiß und Christa Grosche.
Wie schon jetzt beim ersten Bagger auf der Baustelle machen sich auch künftig die Mädchen und Jungen mit ihren Erzieherinnen immer wieder auf den Weg von der Hochstraße zum Sengelsberg. Dabei sehen sie, wie ihr neuer Kindergarten Schritt für Schritt wächst.

Interessiert und fasziniert nahmen die Mädchen und Jungen von der Evangelischen Kindertageseinrichtung „Senfkorn“ an der Berleburger Hochstraße jetzt die Arbeiten des ersten Baggers auf der Baustelle am Sengelsberg unter die Lupe. Hier entsteht ihr neuer Kindergarten.

Neuer Kindergarten am Sengelsberg

Wo der neue Evangelische Kindergarten am Berleburger Sengelsberg entstehen soll, versammelten sich jetzt schon mal die Senfkorn-Kindergarten-Kinder, ihre Erzieherinnen, Pfarrerin Claudia Latzel-Binder, die Architekten Christa Grosche und Peter Weiß, Bauherrin Liesa Pöppel und Einrichtungsleiterin Ute Gatzemeier.

„Was lange währt, wird endlich gut“ – vielleicht entwickelt sich das geflügelte Wort immer mehr zu einer strapazierten Redensart, weil Lösungen heutzutage immer schwieriger zu finden sind. Gerade, weil sich immer alles rechnen soll und finanzielle Mittel knapper werden. Auch im Kindergarten „Senfkorn“ der Evangelischen Kirchengemeinde Bad Berleburg ist man schon länger mit der Situation der Räumlichkeiten für die Mädchen und Jungen unzufrieden, die Parkplatz-Knappheit an der Berleburger Hochstraße macht darüberhinaus zahlreichen Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto bringen, das Leben komplizierter als nötig. Die Raum-Situation hätte man durch einen Umbau verbessern können, aber die Kirchengemeinde bekam die erhofften und unbedingt benötigten öffentlichen Fördermittel nie zugesprochen. Doch obwohl Raum- und Parkplatzsituation schwierig sind und obwohl die Einrichtung des Hauses auch schon den einen oder anderen Jahrgang aus dem Kindergarten hat herauswachsen sehen , so ist der große Zuspruch für die Einrichtung, die seit einem Jahr sogar die einzige Waldkindergartengruppe in ganz Wittgenstein hat, ungebrochen groß. Die hohe Qualität der geleisteten Arbeit von Einrichtungsleiterin Ute Gatzemeier und ihrem Team ist dabei ein ausschlaggebender Punkt.
Und deshalb ist es gut, dass sich nach längeren Gesprächen jetzt eine Lösung für die Einrichtung gefunden hat. Das Zauberwort heißt: Investorenmodell. Im vergangenen Jahr hat bereits die Evangelische Kirchengemeinde Bad Laasphe nach langem Hin und Her auf diese Art und Weise ganz schnell einen nagelneuen Kindergarten bekommen. Mit der guten Erfahrung der Laaspher im Hinterkopf fiel es den Berleburgern leicht, das Angebot eines Investors anzunehmen. Noch dazu, weil es ein örtlicher Investor ist. Liesa Pöppel ist die angehende Bauherrin, die Geld anlegt, indem sie in dem Neubaugebiet am Berleburger Sengelsberg einen Kindergarten entstehen lässt.
Drei Gruppen soll der neu zu bauende Kindergarten haben - und damit eine Gruppe mehr als der bisherige Senfkorn-Kindergarten. Die bestehende Waldkindergartengruppe soll erhalten bleiben, so dass faktisch zu dieser Kindertagesstätte künftig vier Gruppen gehören. Schaut sich Pfarrerin Claudia Latzel-Binder das bereits erarbeitete Entwurfskonzept der Einrichtung an, dann gerät sie ins Schwärmen. Das „phantastische Raumkonzept“ begeistert sie etwa, weil damit die Möglichkeit geschaffen werde, Kinder in jedem Alter angemessen und richtig zu betreuen. Das Entwurfskonzept stammt von den Architekten Peter Weiß und Christa Grosche. Auch aus dieser Richtung gibt es gute kirchliche Erfahrungswerte, betreut das Architektenbüro Seifert und Weiß zur vollsten Zufriedenheit der Erndtebrücker Kirchengemeinde doch zum Beispiel auch deren Kindergärten.
Für Claudia Latzel-Binder und das Berleburger Presbyterium ist die Entscheidung für Kindergartenarbeit eine ganz bewusste, auch wenn sie die Gemeinde Geld kostet. Die Kindergärten seien für sie ein ganz wichtiger Baustein der Gemeindearbeit. Damit erreiche man viele Familien in der Gemeinde Und sie wisse, dass in den evangelischen Kindergärten sowohl pädagogisch als auch religions-pädagogisch gute Arbeit geleistet werde, so die Pfarrerin, die alles Vierteljahr für die Kindergärten in der Stadtkirche einen Mini-Gottesdienst anbietet. Wobei sie sich wünsche, dass die Kindergartenarbeit wieder ein bewussterer Teil der Gemeindearbeit werde, in den vergangenen Jahren habe man sich zu oft zu viel mit dem Kinderbildungsgesetz (KiBiz) beschäftigen müssen.
„Zentral und trotzdem ruhig“, so beschreibt Claudia Latzel-Binder die Lage des neuen Kindergartens, der obwohl er bereits sehr gut geplant ist und die bisherige Fläche optimal nutzt noch ein bisschen besser werden könnte, wenn die Gemeinde zusätzliche Nachbargrundstücke am Sengelsberg kaufen könnte. Dafür müsste sie allerdings erst einmal das 2500-Quadratmeter-Grundstück des bisherigen Senfkorn-Kindergartens an der Hochstraße verkaufen. Hierauf hofft die Pfarrerin, die einen ehrgeizigen Zeitplan vor Augen hat. Nachdem die Verträge mit der Bauherrin in der vergangenen Woche unterzeichnet worden seien, sei es jetzt das Ziel der Gemeinde, so Claudia Latzel-Binder, dass das neue Gebäude zum neuen Kindergartenjahr - also im August 2014 - bezogen werden könne.




Blaulicht und Sirene im Waldkindergarten

Bad Berleburger Feuerwehr war bei den Waldentdeckern zu Gast

Zu einem außergewöhnlichen Einsatz rückten jetzt Unterbrandmeister Thorsten Dörr und Oberfeuerwehrmann Florian Kroh aus. Mit dem Löschgruppenfahrzeug (LF) der Bad Berleburger Wehr machten sich die Beiden auf den Weg hinauf zum Waldkindergarten der Evangelischen Kindertagesstätte „Senfkorn“. Dort staunten die zwölf Waldentdecker und ihre beiden Erzieherinnen Imke Bald und Inge Brüggemann nicht schlecht, als das rote Feuerwehrauto plötzlich im Wald parkte.
Nein, nein – keine Sorge: Der Bauwagen stand nicht in Flammen und es war auch kein Baum umgestürzt. Die beiden Feuerwehrmänner waren vielmehr in Sachen „Brandschutzerziehung für Kinder“ unterwegs – und das zum allerersten Mal mitten in der Natur. „Das ist auch für uns etwas Neues“, sagte Thorsten Dörr und begrüßte die sichtlich aufgeregten Kinder. Normalerweise kommen die Kindergärten zu Besuch in das Gerätehaus, aber diesmal war die Feuerwehr unterwegs. Die Kleinen hatten sich schon seit Tagen auf den Besuch gefreut: Die echte Feuerwehr, das echte Auto, echte Helme und Funkgeräte und das alles im Wald.

Kinder, Erzieherinnen und Feuerwehrmänner machten es sich also erst einmal auf den dicken Holzstämmen des Waldkreises bequem. Dort lauschte die komplette Runde einer kurzen Geschichte, ehe die Feuerwehrleute allerlei Wissenswertes rund um die Feuerwehr berichteten. So erfuhren die Kinder beispielsweise, dass im Ernstfall die Rettung von Menschen immer an erster Stelle steht, dass Rauchmelder unter der Zimmerdecke ganz wichtig sind und dass niemals mit offenem Feuer gespielt werden darf. Um den Waldentdeckern einmal die Einsatzkleidung samt Atemschutz zu zeigen, zog sich Thorsten Dörr sogar die Schutzmaske übers Gesicht und setzte die Flasche auf den Rücken. Helm und Handschuhe noch dazu und schon erntete der Feuerwehrmann staunende Blicke für die etwa 15 Kilogramm zusätzliches Gewicht.

Die Waldkindergartengruppe des Evangelischen Kindergartens „Senfkorn“ hatte jetzt ganz spannende Gäste: Unterbrandmeister Thorsten Dörr und Oberfeuerwehrmann Florian Kroh waren unter freiem Himmel zum Informationsbesuch bei den Waldentdeckern.
Thorsten Dörr mit Einsatzkleidung und Atemschutz

Das anfängliche Staunen schlug dann aber schnell in volle Begeisterung um: Denn nach der Theorie-Runde stand die Praxis auf dem Programm. Die Feuerwehrmänner bauten ein hölzernes Übungshaus zwischen den Bäumen auf, füllten die Kübelspritze mit Wasser, rollten den Schlauch aus und dann „Wasser marsch“. Jeder einzelne Waldentdecker durfte einmal einen Dachstuhlbrand löschen. Nur wer den Wasserschlauch fest in den Händen hielt und genau auf die gemalten Flammen zielte, hatte Glück: Die hölzerne Klappe fiel um, das Feuer war gelöscht.

Jeder einzelne Waldentdecker durfte einmal einen Dachstuhlbrand löschen.
Wenn die hölzerne Klappe fiel, war das Feuer gelöscht.

Mit der Besichtigung des Löschfahrzeugs und dem Ertönen der Sirene endete ein spannender Feuerwehr-Vormittag mitten im Wald. Und das übrigens nicht nur für die Kleinen. Denn auch die beiden Feuerwehrmänner waren begeistert vom Waldkindergarten. Sie drehten abschließend noch eine Runde vorbei am Bauwagen, der Bastelecke, dem Baumstamm-Parcours und informierten sich über den Alltag der Waldentdecker. Und alle waren sich einig: „Das machen wir nochmal!“. Zum Erinnerungsfoto stellten sich Klein und Groß vor dem roten Feuerwehrauto zusammen. Alle riefen gemeinsam nochmal ganz laut das Wichtigste, was sie gelernt hatten: Die Notrufnummer der Feuerwehr – eins, eins, zwei!

Zum Erinnerungsfoto stellten sich Klein und Groß vor dem roten Feuerwehrauto zusammen.
Thorsten Dörr erklärt die Funktion der Atemmaske.

"Die Waldentdecker" des Kindergartens Senfkorn

Frühstück unter der Regenplane

Auch wenn hier und da noch die Sonne guckt, der Sommer ist definitiv vorbei. Für die Waldkindergruppe des Evangelischen Kindergartens „Senfkorn“ ist das jedoch kein Grund, die Uhren umzustellen. Weiterhin gehen die Mädchen und Jungen morgens fröhlich in ihre Freiluft-Einrichtung, die jetzt ganz neue Spielmöglichkeiten bereit hält. Das Frühstück unter einer Regenplane macht Spaß, besonders interessant und spannend ist es, wenn man die kleinen Regenpfützen in der Plane sucht, das Wasser vorsichtig herausdrückt und dann  Mini-Wasserfälle beobachten kann. Mit Erde und Regenwasser entsteht zudem wunderbarer Matsch, aus dem die Mädchen und Jungen regelmäßig Matschknödel formen, nur zum Anschauen, nicht zum Essen. Aber nicht nur mit bloßen Händen kann gearbeitet werden.

Mit Werkzeug bearbeiten die Kleinen große Wurzeln, das braucht Kreativität, Feinmotorik, taktile Wahrnehmung und Absprache. Derzeit erleben die Kinder der Waldkindergartengruppe den Herbst hautnah mit all ihren Sinnen. Es bereitet Spaß, das Fallen der Blätter und Zapfen oder auch die Tiere, die sich ihr Winterquartier suchen, zu beobachten. Jeden Tag machen die Mädchen und Jungen der Waldkita-Gruppe „Die Waldentdecker“ ihrem Namen alle Ehre, dabei gilt für sie: Mit passender Kleidung sind Regen, Wind und leichter Frost kein Problem. Schlechtes Wetter gibt es nicht, nur schlechte Kleidung.

Mit Werkzeug bearbeiten die Kleinen große Wurzeln
Die Waldentdecker in der Wemlighäuser Waldkita-Gruppe des Kindergartens „Senfkorn“ lassen sich durch das Wetter derzeit definitiv nicht bange machen, es gilt: Schlechtes Wetter gibt es nicht, nur schlechte Kleidung.