Viele verschiedene Hände für die vielen Facetten von diakonischer Arbeit im Diakonischen Werk und im Kirchenkreis Wittgenstein, die alle gut ineinandergriffen um den Diakoniegottesdienst in der Berleburger Stadtkirche unter der Überschrift „Hand in Hand“ auf die Beine zu stellen.

Diakoniegottesdienst in Bad Berleburg

Begrüßen, Injektionen setzen, telefonieren, Medikamente verabreichen, Autos lenken, Blutzucker messen, Trost spenden, Knöpfe annähen, Rollstühle schieben, vernetzen, Absprachen besiegeln, Stützstrümpfe anziehen, Halt geben, Würfel werfen, Computer bedienen, mit den Menschen oder für die Menschen beten - auch wenn die Aufzählung lang war, so war sie doch nicht einmal im Ansatz vollständig. Beim Diakoniegottesdienst für das Berleburger Stadtgebiet am Sonntagmorgen in der Evangelischen Stadtkirche Bad Berleburg zählten Vertreterinnen aus den unterschiedlichen Arbeitsbereichen des Diakonischen Werks Wittgenstein ziemlich Vieles auf, was bei ihnen alles Handarbeit ist. Denn überm Gottesdienst stand als Leitmotiv: Hand in Hand.

Nachdem die Berleburger Ortspfarrerin Claudia Latzel-Binder die rund 80 Besucher im Gottesdienst begrüßt und sich dabei über das „wunderbare Thema“ gefreut hatte, formulierte die Wittgensteiner Diakoniepfarrerin Simone Conrad die Frage, die am Anfang aller Überlegungen zum Gottesdienst gestanden habe: „Was tun unsere Hände in unserem Dienst?“ Begleitet mit an die Leinwand geworfenen Fotos von Wittgensteiner Händen gaben Mitarbeiterinnen vom heimischen Diakonischen Werk Auskunft: Christine Benfer von der Pflegedienstleitung, Regina Althaus und Edith Wahl von der Ambulanten Pflege, Heike Pöppel vom Ambulanten Hospizdienst, Karin Schneider vom Palliativdienst, Marion Bock von der Tagesbetreuung, Andrea Impelmann und Babara Lenz-Irlenkäuser von den Diakonischen Gemeindemitarbeit, Andrea Becker und Elke Boshof von der Alltagbegleitung und Katharina Belz von der Gesetzlichen Betreuung. Allein die kurzen Einbringungen und die zahlreichen Köpfe dahinter verdeutlichten, wie viele und wie verschiedene Menschen mit den unterschiedlichsten Begabungen das Diakonische Werk Wittgenstein ausmachen.

Simone Conrad freute sich, dass das Miteinander, das aus diesem Hand in Hand entsteht, Gott sei Dank eine wichtige Erkenntnis mitbringe: „Nicht jede Hand muss alles tun.“ Während jede und jeder Einzelne selbst in Gottes verlässlicher Hand geborgen sei, könne man in dieser Gewissheit Gottes Segen weitergeben. Mit dem gemeinsam gesungenen „So nimm denn meine Hände“ endete der Diakoniegottesdienst mit Simone Conrads Erläuterung, dass dies eigentlich kein Beerdigungslied, sondern früher auch bei Taufen, Konfirmationen und Hochzeiten gesungen worden sei.

Hier können Sie den Artikel aus der Siegener Zeitung vom 20. Juli 2017 als PDF-Datei lesen.

Diakonie-Gottesdienst am 16. Juli 2017 in der Stadtkirche

„Hand in Hand“ haben die Mitarbeitenden des Diakonischen Werks in Bad Berleburg und Simone Conrad (Dritte von rechts) als Diakoniepfarrerin des Evangelischen Kirchenkreises Wittgenstein zusammengearbeitet, um einen gemeinsamen Diakoniegottesdienst unter eben dieser Überschrift auf die Beine zu stellen - und sie haben es geschafft. Zehn Frauen aus den unterschiedlichsten Arbeitsbereichen der Wittgensteiner Diakonie haben den Gottesdienst vorbereitet, dieser beginnt am Sonntag, 16. Juli, um 10.15 Uhr in der Berleburger Stadtkirche. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.